Klavierkonzert mit Oxana Shevchenko
13. Juni 2026
18:00 Uhr / St. Trinitatiskirche Ruhla
Kartenverkauf in der Touristinformation Ruhla und an der Abendkasse
Oxana Shevchenko
Oxana Shevchenko gastierte schon einmal mit hervorragenden Klavierprogramm bei den Lux Festspielen 2013 in Ruhla. Sie spielte sich damals als junge Interpretin in die Herzen des Publikums.
Oxana Shevchenko ist international als Pianistin von herausragender Kunstfertigkeit, Sensibilität und Vielseitigkeit anerkannt. Sie ist sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin gleichermaßen gefragt. Im Jahr 2010 gewann Oxana den ersten Preis beim Scottish International Piano Competition.
Unmittelbar nach ihrem Triumph arbeitete Oxana mit Delphian Records an ihrer Debüt-CD, die 2011 veröffentlicht wurde und Werke von Schostakowitsch, Mozart, Liszt und Ravel enthält.
Zu ihren Wettbewerbserfolgen zählen Erster Preis beim Internationalen Premio Franz Liszt-Wettbewerb, Italien (2015), Erster Preis und Goldmedaille beim Chappel-Klavierwettbewerb, Großbritannien (2013), Erster Preis beim Sheepdrove Piano Competition, Großbritannien (2012), Vierter Preis, Internationaler Musikkritikerpreis und Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werks von Busoni beim Ferruccio Busoni International Piano Competition in Italien (2009), Fünfter Preis und Kammermusikpreis beim Sydney International Piano Competition in Australien (2016), Dritter Preis beim Sendai International Music Competition in Japan (2007) mit einem Sonderpreis für die beste Interpretation eines Konzerts aus dem 20. Jahrhundert, Dritter Preis beim China International Piano Competition in Shanghai (2009).
Oxana gab ihr erstes Konzert als Solistin mit dem kasachischen Staatssinfonieorchester im Alter von neun Jahren und debütierte 2004 in Vilnius mit dem Litauischen Nationalsinfonieorchester unter der Leitung von Juozas Domarkas. Seitdem ist Oxana mit Sinfonieorchestern auf der ganzen Welt aufgetreten, darunter, BBC Scottish Symphony Orchestra, Sydney Symphony Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Radio Symphony Orchestra Pilsen, Orchestre National de Lorraine, Sendai Philharmonic Orchestra, Norrlands Operan Symphony Orchestra, Filarmonica de Stat Transilvania, Wuhan Philharmonic Orchestra, Panama State Symphony Orchestra, Lithuanian Chamber Orchestra…. Oxana hat mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Martyn Brabbins, Pascal Verrot, Koji Kawamoto, Rumon Gamba, Emmanuel Siffert, Tolepbergen Abdrashev und Anatoly Levin zusammengearbeitet.
Als begeisterte Kammermusikerin hat Oxana mit Musikern wie dem Kopelman Quartett, dem Brodsky Quartett, Ray Chen, Narek Hakhnazaryan, Alena Baeva, Christoph Croisé und Isabel Villanueva zusammengearbeitet. Im Jahr 2014 erhielt Oxana Shevchenko zusammen mit der lettischen Geigerin Jana Ozolina den zweiten Preis beim Internationalen Duo-Wettbewerb in Sion. Die beiden Künstlerinnen spielten in dem Film „The Looser Takes It All” des berühmten Musiker- und Komikerduos Igudesman & Joo mit.
Im Jahr 2016 gewann Oxana in Zusammenarbeit mit dem französisch-deutschen Cellisten Christoph Croisé den ersten Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Salieri-Zinetti in Verona-Mantua (Italien). Im Jahr 2011 gewann Oxana den Preis für die beste Begleiterin beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb, wo sie mit dem Gewinner
Das Programm
Das Programm steht unter dem Motto „Utile cum dulce – Das Nützliche mit dem Angenehmen“ und bezieht sich auf ein Klavierstück mit diesem Namen. Hintergrund für diese Auswahl sind die Funde einiger Klavierstücke. Der Reichtum eines Komponisten wie Friedrich Lux liegt in seinem künstlerischen Kontext. Es ist bekannt, dass Friedrich Lux zu seiner Zeit nicht für seine Klavierkompositionen berühmt war. Sein bevorzugtes Instrument, für das er eine Vielzahl von Werken schrieb, war die Orgel. Sein Ouvre als Komponist reicht über sieben Genre und hat aufgrund seiner Tätigkeit als Dirigent großer Oratorienvereine auch einen Schwerpunkt in Chorwerken und Liedern und Gesängen. Dennoch ist es wichtig, die kürzlich wiederentdeckten Klavierwerke im Kontext des Gesamtwerks von Friedrich Lux und gleichzeitig im Vergleich zu anderen Komponisten seiner Zeit zu betrachten. Mit diesem künstlerischen Geist ergibt sich folgendes Programm:
• Friedrich Lux – „Six Variations pour le Pianoforte par Friedrich Lux“, Op.1
• Robert Schumann — „Abegg-Variationen“, Op. 1
• Friedrich Lux —”Improvisationen über Themas aus “Figaros Hochzeit” von Mozart“, Nr. 1 “Ihr, die ihr Triebe des Herzens”
• Franz Schubert — „Impromptu“, Op. 90 No. 3
• Franz Schubert — „Impromptu“, Op. 142 No. 4
• Georg Heinrich Lux — „Chromatische Polka“
• Friedrich Lux —”Die Wacht am Rhein” Großer Marsch
Pause
• Friedrich Lux — „Utile cum dulce“ – Etüden in Tanzform – Walzer, Galopp, Menuett, Dreher-Capriccio, Polonaise, Op. 73 No. 1 bis 5
• Felix Mendelssohn-Bartholdy – „Lieder ohne Worte“ (Auswahl)
• Friedrich Lux – „Melodienkranz“ aus der Oper „Der Schmied von Ruhla“
• Georg Heinrich Lux – „Polonaise“
• Frédéric Chopin — „Andante spianato et grande polonaise brillante“ in E? major, Op. 22
Der Erste Teil des Programms beginnt mit biographisch besonderen Werken. Friedrich Lux komponierte seine „Six Variations pour le piano“ Op. 1 in jungen Jahren, ebenso wie Robert Schumann seine „Abegg-Variationen“ Op. 1. Robert Schumann war damals 19 Jahre alt. Friedrich Lux war erst 10 Jahre alt, als er sein Op. 1 schrieb.
Lux‘ „Improvisationen über Themas aus “Figaros Hochzeit” von Mozart“ sind ein kompositorisches „Spiel“. Viele Komponisten beschäftigten sich mit berühmten musikalischen Themen der Vergangenheit und haben diese Melodien in allen Formen und Arten interpretiert und bearbeitet. Das war meistens eine Übung der Kreativität, Technik und der Virtuosität des Komponisten an dem Instrument, das er für die Auseinandersetzung mit dem Originalstück genutzt hat. Dieser Stil spontaner Kompositionen kommt auch in den „Impromptus“ von Franz Schubert zum Ausdruck.
Der erste Teil des Programms endet mit zwei schnellen Stücken: der „Chromatischen Polka“ von Georg Heinrich Lux und dem Großen Marsch „Die Wacht am Rhein” von Friedrich Lux.
Nach der Pause werden im zweiten Teil fünf Etüden aus Op. 73 „Utile cum dulci“ von Friedrich Lux mit einer Auswahl von Klavierstücken aus den „Liedern ohne Worte“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy kombiniert, einem Zeitgenossen von Lux. Friedrich Lux lässt sich von Tänzen inspirieren, die seinen Wurzeln in Ruhla entspringen und die seine Heimatverbundenheit zu Thüringen zeigen, wo traditionelle Tänze seit jeher eine wichtige Rolle in der lokalen und regionalen Folklore spielen.
Höhepunkt des Programms ist der „Melodienkranz“ aus „Der Schmied von Ruhla“. Die identitätsstiftende Oper zum Stoff der gleichnamigen Thüringer Volkssage stellt einen Höhepunkt des kompositorischen Werks von Friedrich Lux dar. Der Melodienkranz ist eine Sammlung der besten Motive aus der Oper. Mit dieser einmaligen Klavierkomposition werden die Konzertgäste viele der bekannten Melodien aus der Oper erkennen.
Das Programm endet mit einer weiteren thematischen Paarung: der „Polonaise“ von Georg Heinrich Lux zusammen mit dem „Andante spianato et grande polonaise brillante“ von Frédéric Chopin.

