
Das Votum der Mitgliederversammlung des Lux Festspielvereins e.V. war einstimmig: Hans-Wolf Preußker, ein 72-jähriger ehemaliger Kantor aus Taura in Sachsen wird das erste Ehrenmitglied des jungen Vereines aus Ruhla. „Er hat Unschätzbares für den Verein geleistet“, meint Dr. Gerald Slotosch, 2. Vorsitzender des Vereines.
Zwei Jahre lang hat Hans-Wolf Preußker täglich sechs bis acht Stunden daran gearbeitet, das handschriftliche Manuskript der romantischen Volksoper „Der Schmied von Ruhla“ über ein Programm am Computer in lesbare Noten zu schreiben.Die Oper hatte einst der Ruhlaer Komponist Friedrich Lux geschrieben, nach seinem Tod galt das Musikwerk als verschollen. Erst 2009 ist Preußkers Sohn Daniel – er ist Stadtplaner für Ruhla – der Geschichte der Oper nachgegangen.
Tatsächlich fand man das Manuskript in einem Mainzer Archiv. Der Kantor im Ruhestand konnte der Bitte seines Sohnes nicht widerstehen und transkribierte das umfangreiche Musikwerk in mühevoller Arbeit. Für Hans-Wolf Preußker, der an einer Tremor-Erkrankung leidet, ist das Bewegen der Hand an Tastatur und Maus des Computers eine Art Therapie. 1270 Seiten umfasst die Oper von Friedrich Lux nunmehr in dem von Hans-Wolf Preußker abgeschriebenen Manuskript.
„Im Lux-Verein nun Ehrenmitglied zu sein, freut mich und ist eine sehr schöne Anerkennung“, meint der 72-Jährige. Aber, so fügt er hinzu, er hätte natürlich auch ohne die die Ehrung weitergemacht. Mittlerweile sind noch weitere Lux-Werke aufgetaucht, die der Tauraer nun entziffert und mit dem Notenprogramm abschreibt.