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Musikprofessor empfiehlt Aufführung einer Oper von Friedrich Lux

Die Idee einer Wiederaufführung der Oper "Der Schmied von Ruhla" hat einen prominenten Befürworter gefunden: Prof. Wolf-Günter Leidel. Der Komponist, Kapellmeister und Organist, der als Professor für Neue Musik an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar lehrt, studierte in den vergangenen Monaten die Unterlagen der Oper.
Jetzt machte er sich in einem Brief an den Lux-Festspielverein Ruhla für das Werk des Ruhlaer Komponisten Friedrich Lux stark, das im Jahr 1882 in Mainz Welturaufführung feierte. Der Lux-Festspielverein, der die 2009 in Mainz wieder entdeckte Oper möglichst im Jahr 2013 neu auf die Bühne bringen will, hatte Prof. Leidel um eine Einschätzung gebeten. 



"Die Musik ist von großer Schönheit", so der anerkannte Opernspezialist. Die Oper sei "ein echt gutes Stück". Er ärgere sich, so der Musikprofessor scherzhaft, "dass ich sie nicht selbst gemacht habe". 



Aber im Ernst: "Eine Aufführung der Friedrich-Lux-Oper 'Der Schmied von Ruhla' wäre im dringlichen Interesse einer durchaus nötigen Belebung der betreffs ihrer Traditionen leider immer noch ziemlich ahnungslosen Kulturlandschaft Thüringen von großem Wert; ein solches Vorhaben ist sehr zu unterstützen!". Die Musik sei "anhörbar", so der Prof., der "anhörbar" im Sinne von "schöner Musik" verstanden haben möchte, wie er auf Anfrage erläutert. Die Musik sei an keiner Stelle oberflächlich und somit wertvoll und sollte "baldigst erklingen", schreibt er im Brief an den Lux-Festspielverein. Insbesondere empfehlenswert sei im Lutherjahr die "Symphonie über protestantische Choräle" mit dem Titel "Durch Nacht zum Licht", empfiehlt er. Kurz und gut: Es wäre "ein Zeichen weiser und weitblickender Kulturpolitik, käme der Schmied von Ruhla baldigst zur Aufführung", so Prof. Wolf-Günter Leidel. 



Der Lux-Festspielverein hat sich sehr darüber gefreut, wie das Werk heute musikwissenschaftlich von einem anerkannten Experten eingeschätzt wird. Dagmar Claassen, Erste Vorsitzende des Vereins, kommentierte die Aussagen so: "Es geht nicht nur um die Wiederentdeckung und Wiederaufführung einer Oper, sondern um die Stiftung von Identität und um die Entwicklung von Kulturpartnerschaften für den ländlichen Raum." Bildung und Kultur seien "in Krisenzeiten sinnvoller denn je".
Rita Specht / 02.11.11 / TLZ

 
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