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Nachruf für Rüdiger Lux

In dankbarer Erinnerung an

Rüdiger Lux

31.7.1957 - 3.2.2014

 

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass Rüdiger Lux, unser 2. Vorsitzender des Lux Festspielvereins e.V., nach kurzer, schwerer Krankheit in Eisenach verstorben ist. Das ist ein Schicksalsschlag für alle. In einem Spruch heißt es für solch einen Trauerfall: „Es gibt eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes, es gibt eine Zeit der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.“ In diesem umfassenden Sinn trauert der Verein mit der Familie Lux um einen lieben Familienangehörigen, Freund und Weggefährten.

 

Wir haben Rüdiger Lux als aktives und engagiertes Mitglied kennen und schätzen gelernt. Mit seiner Lebenserfahrung und mit seinem Engagement brachte er von Anfang an die Idee der Lux Festspiele voran. Im Vorstand wirkte er dabei oft als eine Art väterlicher Freund. Dank seiner klugen Ratschläge konnte die Vereinstätigkeit bis zu den Lux Festspielen 2013 zum Erfolg werden.

 

Unermüdlich war sein Einsatz für die Erforschung des Werkes von Friedrich Lux (1820 Ruhla - 1895 Mainz). Dabei brachten seine Kontakte zu Dr. Bernd Keller-Lux, Urenkel von Friedrich Lux aus Mainz, und zu Dr. Günther Wagner, Arbeitsgemeinschaft Mittelrheinische Musikgeschichte Mainz, viele Befunde und Quellen zu Tage. Was für einen Schatz hat er da gemeinsam mit seiner lieben Frau Rita Lux aus Bibliotheken, aber auch aus privater Hand, gesammelt.

 

Gerne erinnern wir uns an ein gemeinsames Treffen mit Dr. Philipp Adlung, Referatsleiter im Thüringer Kultusministerium, am 21. Januar 2013. Wir hatten zum ersten Mal die Originalpartitur der Oper „Der Schmied von Ruhla“ von Friedrich Lux in unseren Händen. Wir wurden uns voller Ehrfurcht dieses hohen kulturellen Wertes bewusst.

 

Besonders schön war es, als wir gemeinsam mit Landtagsabgeordneten Gustav Bergemann noch am 13. Dezember 2013 die erste Edition aller drei Streichquartette von Friedrich Lux im Selbstverlag des Lux Festspielvereins der Öffentlichkeit präsentieren konnten. Es war die stille und zurückhaltende Art von Rüdiger Lux, die solche Momente noch wertvoller machte.

 

Unschätzbar war auch das Geschick von Rüdiger Lux, reichlich Spenden für die Bewahrung der Werke und die Ehrung des Komponisten, Organisten und Dirigenten Friedrich Lux zu organisieren. Rüdiger Lux ist es zu verdanken, dass die Familie Lux die Wiedererrichtung des Gedenksteins für Friedrich Lux auf dem Ehrengrab des Hauptfriedhofes Mainz finanzierte und dass sich auch Landrat Reinhard Krebs daran beteiligte. Rüdiger Lux war selbst dabei, als wir den Stein aus Ruhlaer Granit am Rande der Stadt fanden und für die Bearbeitung durch den Steinmetz Beyer aus Winterstein auswählten.

 

Dank des Einsatzes von Rüdiger Lux kam es am 18. Juni 2013 zur feierlichen Einweihung des Gedenksteins mit ehrwürdigem Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Gerhard Reuther, umrahmt von einer großen Delegation aus Ruhla u.a. von Mitgliedern des Lux Festspielvereins und der Folklore-Vereinigung „Alt Ruhla“. Im Beisein von Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz, und Hans-Joachim Ziegler, Bürgermeister von Ruhla, wurde dabei nicht nur ein Stück konkreter Erinnerungskultur geschaffen, sondern es wurde auch ein neues Band zwischen Ruhla und Mainz, als Wirkungsstätten von Friedrich Lux, geknüpft.

 

Unwahrscheinlich groß war die verbindende Persönlichkeit von Rüdiger Lux, mit der er viele Mitglieder der weitverstreuten Familie Lux in den Prozess der Wiederentdeckung von Friedrich Lux einbinden konnte. Er hat dabei durch seine Ahnenforschung bis zuletzt die Verbundenheit der Familie über Generationen und Grenzen hinweg wieder hergestellt. Es war immer spannend, wenn er im Vorstand von einer neuen Entdeckung berichtete. In großer Bescheidenheit wartete er dabei oft sehr geduldig bis zum Schluss und sagte dann: „Ich möchte jetzt gerne auch mal was sagen.“ Wir hörten andächtig zu, denn da sprach ein treuer Weggefährte.

 

In dankbarer Erinnerung schätzen wir sein Wirken: Rüdiger Lux schuf durch seine Ahnen- und Werkforschung ein Fundament für unsere Vereinstätigkeit. Aber Rüdiger Lux war sich auch bewusst, dass wir mit der Erforschung der Werke und des Lebens von Friedrich Lux sowie mit der Wiederentdeckung und Wiederaufführung seiner Werke noch lange Zeit eine große Aufgabe vor uns haben werden. Sein größter Wunsch war es, dass die Oper „Der Schmied von Ruhla“ von Friedrich Lux wieder zur Aufführung kommt. Dieser Wunsch ist Rüdiger Lux zu Lebzeiten nicht erfüllt worden. Das ist sein kulturelles Vermächtnis. Der Lux Festspielverein arbeitet weiter daran.

 

Wir werden Rüdiger Lux stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt Rita Lux, allen Angehörigen sowie Freunden der Familie Lux.

 

 

Dr. Gerald Slotosch im Namen des Lux Festspielvereins e.V.

 

 
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